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Beckhoff hilft bei der Entwicklung des Beatmungsgeräts CoroVent

Beckhoff Tschechische Republik unterstützt mit Manpower und Produkten

Das Non-conventional Ventilatory Teams (NVT) – unter der Leitung von Prof. Karel Roubík an der Fakultät für Biomedizinische Technik der Tschechischen Technischen Universität Prag angesiedelt – hat innerhalb kürzester Zeit einen Prototyp des kostengünstigen Lungenbeatmungsgeräts CoroVent entwickelt. Es soll dazu beitragen, den bei einem steilen Anstieg der Coronavirus-Infektionszahlen erwarteten Kollaps des tschechischen Gesundheitssystems zu vermeiden. Die Dringlichkeit des durch viele verschiedene Quellen einschließlich Crowdfunding unterstützten Projekts verdeutlicht Tomáš Halva, Geschäftsführer des tschechischen Tochterunternehmens von Beckhoff: "Wir haben keine Zeit und müssen das funktionsfähige Gerät in einigen Tagen, maximal in Wochen liefern. Die ganze Idee ist erst vor etwa zehn Tagen entstanden und das wirklich Besondere ist, dass innerhalb von nur einer Woche bereits ein Prototyp zum Testen vorliegt."

Wissenschaft und Industrie arbeiten eng zusammen

Das Entwicklungsteam besteht aus rund 15 Experten verschiedener Unternehmen und Universitäten, die von Prof. Karel Roubík und seinen Kollegen über persönliche Kontakte und per Internet ausgewählt wurden. Dazu zählt auch Tomáš Halva: "Ich kenne einen der Initiatoren persönlich und habe ihn aufgrund seines entsprechenden Facebook-Beitrags sofort angerufen und gefragt, wie Beckhoff helfen kann. Denn dieses Projekt wird vielen Menschen helfen und hoffentlich auch Leben retten können. Hinzu kommt, dass Prof. Karel Roubík der beste Experte auf dem Gebiet der Lungenbeatmungsgeräte in der Tschechischen Republik ist und in der Vergangenheit für verschiedene Anwendungsfälle bereits erfolgreich solche Geräte entwickelt hat."

Technisch gesehen geht es laut Tomáš Halva darum, das Fachwissen aus medizinischen, elektrischen und pneumatischen Systemen zusammenzuführen – und zwar auf die richtige Art und Weise. Das Beatmungsgerät ist speziell für die Behandlung von Patienten mit Coronavirus-Infektion konzipiert, wofür sich nicht jedes Lungenbeatmungsgerät eignet. Zudem reduzieren u. a. die Beschränkung auf die für die Coronabehandlung notwendigen Funktionen und die unentgeltlichen Entwicklungsleistungen der Experten deutlich die Kosten des Geräts.

Steuerungstechnik und -software von Beckhoff

Beckhoff ist in diesem Team für das Steuerungssystem verantwortlich, das für eine sehr einfache Gerätebedienung sorgt und somit auch den Einsatz durch ungeschultes Personal ermöglicht. Dazu erläutert Tomáš Halva: "Wir haben als kostenfreie Unterstützung des Projekts innerhalb nur eines Wochenendes das Steuerungssystem konzipiert und das Steuerungsprogramm inklusive der Visualisierung programmiert. Besonderer Dank gilt dafür meinen beiden Kollegen Matúš Adamec und Zdenek Kosour, die beide großartige Anwendungsingenieure und Programmierer sind. Aber auch der Rest unseres technischen Teams hat uns sehr geholfen, weil sie andere Aufgaben von Matúš und Zdenek übernommen haben. Ich bin wirklich stolz auf das gesamte Team und möchte ihm für diesen besonderen Einsatz herzlich danken!"